Allrounder – Eine Mühle für Espresso, Filter und alle Brühmethoden
Die Allrounder-Mühle deckt den gesamten Mahlgradbereich von feinem Espresso bis grobem Cold Brew ab und eignet sich damit für Haushalte, die verschiedene Zubereitungsarten nutzen. Ein guter Allrounder ersetzt die Notwendigkeit, zwei spezialisierte Mühlen anzuschaffen, und bietet in jedem Bereich akzeptable bis gute Ergebnisse. Das Gerät ist die pragmatische Wahl für Kaffeetrinker, die Vielseitigkeit über maximale Spezialisierung stellen.
Allrounder – Breiter Verstellbereich als Kernmerkmal
Das wichtigste Merkmal eines Allrounders ist der große Mahlgradbereich. Typische Allrounder bieten 30 bis 60 Mahlgradstufen, die vom Espresso-feinen bis zum French-Press-groben Bereich reichen. Die Herausforderung dafür liegt darin, in allen Bereichen eine akzeptable Partikelgleichmäßigkeit zu liefern. Spezialisierte Espressomühlen erreichen im feinen Bereich bessere Ergebnisse, und dedizierte Filtermühlen sind im mittleren Bereich oft überlegen. Das Gerät bietet dafür Flexibilität, die keine Spezialmühle erreichen kann.
Allrounder mit Kegelmahlwerk
Die meisten Allrounder verwenden ein Kegelmahlwerk, das von Natur aus einen breiten Mahlgradbereich abdeckt. Kegelmahlwerke darin bieten typischerweise 38 bis 48 Millimeter Durchmesser und liefern für Pour Over und Filterkaffee hervorragende Ergebnisse. Im Espresso-Bereich kann ein solches Gerät mit hochwertigem Kegelmahlwerk durchaus brauchbare Ergebnisse liefern, erreicht aber selten die Präzision einer dedizierten Espressomühle mit großem Scheibenmahlwerk.
Wann lohnt sich die Investition
Der Allrounder ist ideal für Einsteiger, die verschiedene Zubereitungsarten ausprobieren und herausfinden möchten, welche Methode ihnen am besten liegt. Auch für Haushalte mit unterschiedlichen Vorlieben – der eine trinkt Espresso, die andere Filterkaffee – ist ein solches Gerät die praktische Lösung. Preislich liegt ein guter Allrounder zwischen 150 und 400 Euro und ersetzt damit die Anschaffung zweier separater Mühlen für Espresso und Filter.
Sobald sich eine klare Präferenz für eine Zubereitungsart herausbildet, kann der Allrounder durch eine Spezialmühle ergänzt oder ersetzt werden. Viele Kaffee-Enthusiasten beginnen ihren Weg damit und steigen später auf eine dedizierte Espressomühle oder Filtermühle um. Das Gerät dient dann als Zweitgerät für die jeweils andere Zubereitungsmethode.
Grenzen der Vielseitigkeit
Die Grenzen des Allrounders zeigen sich bei häufigen Wechseln zwischen Espresso und Filter. Jeder Wechsel erfordert eine Neueinstellung des Mahlgrads, und dabei ohne Speicherfunktion geht die vorherige Einstellung verloren. Einige Allrounder bieten deshalb zwei Speicherringe oder markierte Positionen, die das Zurückstellen erleichtern. Trotz dieser Hilfen ist ein solches Gerät weniger komfortabel als zwei separate Mühlen für den täglichen Wechsel zwischen Brühmethoden.
Der Allrounder bleibt dennoch die vielseitigste Mühle auf dem Markt. Für alle, die Flexibilität schätzen und einen einzigen, gut durchdachten Mahler für jede Situation suchen, ist das Gerät eine kluge Investition.
Der Allrounder beweist, dass Vielseitigkeit und Qualität sich nicht ausschließen müssen. Wer einen guten Allrounder mit frischen Bohnen kombiniert, wird bei jeder Zubereitungsart einen spürbaren Qualitätssprung gegenüber vorgemahlenem Kaffee erleben.